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Venenheilkunde / Phlebologie

Dr. med. Karin Gerz

Dr. med. Karin Gerz
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Phlebologie

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Phlebologie - was ist das?

"Was ist das eigentlich: Phlebologie? Während der Laie die Begriffe "Chirurgie" oder auch "Neurologie" in der Regel sicher zuordnen kann, tun sich für viele beim Begriff "Phlebologie" nur Fragezeichen auf. Die Phlebologie ist eine weitgehend unbekannte Disziplin. Dies ist erstaunlich, da phlebologische Erkrankungen so häufig auftreten, dass man schon von einer Volkskrankheit sprechen muss.
 
Phlebologie bedeutet "Venenheilkunde". Ein Phlebologe diagnostiziert und behandelt Venenerkrankungen, in erster Linie Krampfadern der Beine. Das Krampfaderleiden ist sehr häufig erblich.

Das Spektrum ist breit gefächert. Es reicht von harmlosen, nur ästhetisch störenden Besenreisern über Thrombosen und Venenentzündungen bis hin zum chronischen, oft sehr schmerzhaften Unterschenkelgeschwür, dem so genannten "offenen Bein".

Und auch wenn es strenggenommen gar nicht zur Phlebologie gehört, so bietet fast jeder Phlebologe auch eine Untersuchung und Behandlung der Arterien an. Letztere sind besonders bei Patienten mit Diabetes mellitus, hohem Blutdruck, hohen Blutfettwerten aber auch bei Rauchern gefährdet.
 
Übrigens: der Begriff "Venerologie", den man häufig bei Hautärzten auf dem Praxisschild lesen kann, hat mit den Venen überhaupt nichts zu tun. Die Venerologie befaßt sich mit den Krankheiten, die von der Liebesgöttin Venus  stammen - mit Geschlechtskrankheiten also."
 

Venenleiden sind keine Bagatellerkrankung. Oft werden sie in ihrer medizinischen und gesundheitspolitischen Bedeutung unterschätzt. In Deutschland leiden über die Hälfte der Frauen und fast ein Drittel der Männer an Krampfadern.
Krampfadern können bis zum offenen Bein (Ulcus cruris) führen und das Thrombose-Risiko wesentlich erhöhen. Kostenanalysen zeigen, dass jährlich zirka 1 Milliarde EURO für die Behandlung von Venenleiden ausgegeben werden - nicht eingerechnet die Kosten für die Arbeitsunfähigkeit der Patienten.
Mit kompetenter frühzeitig beginnender Diagnostik und Therapie lassen sich viel persönliches Leid und hohe Folgekosten vermeiden.

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